Neuhäusel, 23.03.2026

Miteinader spielen statt einsam sein

Gedanken von Pastoralreferentin Martina Kissel-Staude zum Thema "Miteinander Spielen statt alleine Aus-dem-Fenster-Schauen"

Seit einem Jahr gibt es in Neuhäusel die Einladung, einmal im Monat – an einem regelmäßigen Termin – zusammen Gesellschaftsspiele zu spielen. Die Aktion wird getragen von P 30 (Projekt Neuhäusel 2030 – die Bürgerinitiative des Ortes) und von der Kath. und der Evang. Ortskirche. Zirka 2 Stunden, von 15 bis 17 Uhr treffen sich 10 bis 20 Spiellustige. Unterstützt werden wir auch durch einen Spieleprofi. Sie kennt jede Menge neuer Spiele und bringt – zu dem Grundstock, den wir selbst haben – echte Renner dazu. Gerade auch Spiele, wo jederzeit Menschen, die später kommen – oder für einen Termin wegmüssen, hinzu und weggehen können (Krakel Orakel) oder herrlich gemeine-einfache Spiele lassen den Kreis gerade mit jedem Treffen größer werden.

Warum ich Euch das erzähle?

Die Idee entstand zwischen einigen P 30ern und mir, nachdem mir zwei Personen unabhängig voneinander von ihrer Einsamkeit erzählt haben und, dass die bisherigen Angebote unserer Gemeinde da für sie nicht hilfreich sind. Auch bei Cafés für Senioren oder für das Dorf werden oft Plätze für feste Cliquen freigehalten, Neuzugänge – erst recht eher scheue Neuzugänge - haben es manchmal schwer. Beim Spielen ist das anders. Wir Initiatoren achten sehr darauf, dass niemand übrigbleibt indem wir gegebenenfalls selbst einen weiteren Tisch aufmachen.

In der Spielgemeinschaft – egal ob es eine eher kooperierende, konkurrierende oder austricksende Spielidee ist – haben wir gemeinsam Spaß. Es gibt gar nicht die Zeit, vom Lebenskummer auf der einen Seite – oder von „mein Haus, mein Auto, meine Karriere“ auf der anderen Seite zu erzählen, denn es ist ein alltagsfreier, vergnüglicher Schonraum. Wer einzeln kommt – und sich dann bei Vornamen und gegen oder miteinander amüsiert hat, geht später in Grüppchen von dannen. Ob das dann auch zu Nähe in „Hobby“ bis „Lebenskummer“ führt, ist freigestellt.

Ich bin im Augenblick so begeistert von der freundlich-fröhlichen Eigendynamik des Nachmittages, dass ich gerne andere Orte (ob Kirche, Bürger-Inis, einzelne Engagierte, Ortsbeiräte) ermutigen möchte, auch eine solche Gruppe zu gründen, wo sie noch nicht besteht. (Ich weiß, dass viele Orte schon längst dabei sind!)

Innerhalb der Pfarrei St Peter bin ich – was kirchliche Räume und Möglichkeiten betrifft – gerne auch persönlich hilfreich, denn ich bin von der positiven Wirkung dieser 2 Stunden von Herzen überzeugt.

Ein Grundstock aus allgemeiner Spielesammlung, plus Rummikub, Uno oder Skip-bo  sollte schnell zusammengekauft oder gespendet sein. Und wir können – dank unserer Profi-Brettspielerin – auch gerne weitere empfehlen.

Herzliche Einladung auch, an jedem dritten Dienstag um 15 Uhr ins evangelische Gemeindehaus in die Coermannstr., Neuhäusel zu kommen. Oder bei mir nachzuhaken. Auch unser Spieleprofi vernetzt sich dann gerne in tiefer Leidenschaft mit weiteren interessierten Gruppen.

Gerne zu Diensten – Martina Kissel-Staude

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