04.04.2026

Die Sache mit dem Osterei

Regionalleitung Kerstin Hutya grüßt mit einem Impuls herzlich zum Osterfest!

Was machen Sie am Morgen des Ostersonntags?

Ein Osternest suchen? Gottesdienst mitfeiern? Eier ditschen (so heißt es zumindest bei uns in Wirges)?

Das alljährliche Küren der Sieger und Verlierer in diesem Eier-aufeinander-schlagen-Wettbewerb führt in unserer Familie jedes Jahr aufs Neue zu viel Freude und Spaß am Ostermorgen.

In der Karwoche fiel mein Blick auf die Stiege mit den buntgefärbten Eiern. In allen Farben strahlen sie um die Wette. Manche mit vielen verschiedenen Farben, manche in einer einzigen Farbe, manche eher blass, dafür manche ganz strahlend kräftig, manche mit Aufklebern und manche wiederum mit kleinen selbstgemalten Bildern.

Das Osterei, in welcher Form auch immer, es ist fest mit dem Osterfest verbunden. Auch theologisch bietet sich hier einiges. Zu drei Punkten möchte ich gerne meine Gedanken mit Ihnen teilen.

Das frische Ei, es fühlt sich glatt und kalt, fast schon steril an und doch kann daraus neues Leben erstehen. Mir sagt es: Du darfst hoffen. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Jesus ist auferstanden. Aus dem Tod ist er in ein neues Leben eingetreten. Und damit hat er Hoffnung geschenkt.

Das kaputte Ei, ob am Frühstückstisch, beim Backen oder auf dem Fußboden, erinnert mich daran: Jesus ist da. In allen Situationen, allen Lebenslagen, in allem, was mir begegnet und mich herausfordert. Ich muss nicht immer perfekt sein. Ich darf auch mal angeknackst und kaputt sein. Denn auch Jesus war gebrochen, am Kreuz. Er weiß, was es heißt, ein Mensch zu sein. Er hat es am eigenen Leib erfahren. Er weiß es, weil er erlebt hat, was Schmerzen bedeuten, was Trauer mit einem macht und wie Sorgen einen niederdrücken. Da ist jemand, der fühlt mit und versteht.

Die Reste der Eierschale, die auf meinem Teller liegen, lassen mich an das leere Grab denken. Sie zeigen, hier fehlt etwas. Gleichzeitig können sie wie ein Versprechen sein. Auch das Grab war leer, denn Jesus ist nicht im Tod geblieben. Er hat dem Tod seine Macht genommen und ist auferstanden. Das Gute wird Bestand haben.

Das Osterei es hat viele Facetten. Für mich ist es neben der Freude am Ostermorgen eben auch ein Symbol der Hoffnung und Zuversicht. Und eins noch: Nicht die Nägel haben Jesus am Kreuz festgehalten, sondern es war die Liebe. Und es ist die Liebe zu uns Menschen, die ihn hat auferstehen lassen. Frohe und hoffnungsvolle Ostern!

Kerstin Hutya, Regionalleitung

Zum Anfang der Seite springen